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Andreas Romberg hat zu seinen Lebzeiten einen enormen Ruf,
größte Anerkennung und Berühmtheit genossen. Das war an seinem
Schaffen festzumachen. Die enorme Rezeption seiner Werke ist durch die
große Verbreitung und durch Aussagen zeitgenössischer Hörer
dokumentiert.
"Soviel Schönes, Großes und Erhabenes ist hier wohl selten in e
i n e m Konzert gegeben worden."
Hamburgischer Correspondent nach der Uraufführung der Glocke, Hamburg 1809 Angesichts von solchem Enthusiasmus ist von großem Interesse, daß heutige Solisten, Chorsänger und Orchestermusiker bei den unterschiedlichsten Romberg-Aufführungen niemals "müde" wurden oder im Eifer nachließen; sie waren - nach eigener Aussage - von den Werken gefesselt, sie gerieten ins Staunen; sie erbaten sich, bei künftigen Aufführungen wieder mit dabei zu sein; sie hatten begeistert - wie Sänger und Spieler einst - die
" . . . geistreiche, kunstvoll gearbeitete Musik von Andreas Romberg mit
Feuer executiert."
Berlinische musikalische Zeitung 1, (1805), S. 143, zur Ersten Sinfonie Es-Dur op. 6 Heutige Zuhörer zeigten sich tief beeindruckt, indem sie sich nach dem Anhören von Psalmus CX - Dixit Dominus für Soli, Chor und Orchester nach erstem Schweigen geschlossen in ihren Kirchenbänken erhoben und viele Minuten lang stehend applaudierten, nicht der Leistung der Aufführenden wegen, sondern aus Hochachtung und Respekt vor Rombergs Musik. Die Hörer reagierten wie einst:
"Im Geschmack und in der Manier gleicht das Werk vielleicht am meisten den
Hauptsätzen großer Messen von Joseph Haydn."
Allgemeine Musikalische Zeitung, 1822 zu Psalmus CX - Dixit Dominus op. 61 Ähnlich geschah es bei Rombergs Messe (1787), bei der PSALMODIE op. 65, auch bei den großen weltlichen Kantaten (Die Macht des Gesanges, Die Harmonie der Sphären, Was bleibet und was schwindet) sowie bei Instrumentalmusik. Staunender Respekt vor Rombergs Größe waren genau so spürbar wie in früheren Zeiten. Die Begründung ist einleuchtend: seine Musik
" . . . ist vom ersten bis zum letzten Takt ein so zusammenhängndes
und in sich selbst abgerundetes Ganzes, daß man verlegen sein
würde, wenn man etwas Einzelnes (her)ausheben sollte."
Allgemeine musikalische Zeitung VII, Leipzig, 1804/1805, Sp. 478 zur Ersten Sinfonie Es-Dur op. 6
" . . . gefällt bey jeder Wiederholung ungemein, und muß das
auch, bey so gewählten Gedanken, so kunstgerechter, sauberer
Ausarbeitung und so viel heiterer Anmuth."
Allgemeine musikalische Zeitung X, Leipzig 1807/1808, Sp. 494 zur Ersten Sinfonie Es-Dur op. 6 |